Essensausgabe beim Flohmarkt in Taching

Flohmarkt der besonderen Art begeistert Taching

Taching, 20. März 2026

Was als Kinderflohmarkt begann, wurde am Freitagabend zu einem kleinen Fest der Begegnung: Rund 15 Stände, gefüllte Teigtaschen und andere Spezialitäten aus Afghanistan und T-Shirts mit großen Botschaften – ein Flohmarkt der besonderen Art in Taching hat viele Besucherinnen und Besucher angelockt und für einen rundum gelungenen Abend gesorgt.

Von 17 bis 20 Uhr füllte sich der Veranstaltungsraum mit Familien, die gut erhaltene Kinderkleidung und Spielzeug anboten oder nach Schnäppchen suchten. Rund 15 Stände luden zum Stöbern ein – darunter auch ein Stand des Echt und Fair Ladens aus Waging, der faire und nachhaltig produzierte Artikel im Angebot hatte und das Thema Fairtrade mitten ins Geschehen brachte. Am Ende konnten über 400 Euro für die Grundschule Taching gesammelt werden – ein schönes Ergebnis, das aus den Standgebühren und dem Erlös aus dem Essensangebot zusammenkam.

Denn das Herzstück des Abends war zweifellos die Küche: Zohra Azizi, Muzdah Sediqi, Atiqullah Sadiqi und Mayel Niazi von der Tachinger Flüchtlingsunterkunft hatten selbst zubereitete afghanische Spezialitäten gekocht, die neben dem Flohmarkt viele Besucher anlockten. Auf dem Speiseplan standen Mantu – gedämpfte Teigtaschen mit Hackfleischfüllung –, Aschak als vegetarische Variante sowie Bolani, ein herzhaft gefülltes Fladenbrot und Kabuli Palau, ein traditionellen Reisgericht. Das Essen kam ausgezeichnet an: Die Schlange vor dem Essensstand riss den ganzen Abend kaum ab.

Besonders bemerkenswert: Für die Zutaten wurde bewusst auf Qualität und Herkunft geachtet. Das Fleisch stammte von Sabine und Kerstin Mayer aus Taching, die übrigen Zutaten aus dem Bioladen in Traunstein – ausschließlich biologisch und fair angebaut. Die Gewürze, ohne die die traditionellen Rezepte undenkbar wären, wurden eigens aus einem afghanischen Laden in München besorgt. So entstand auf dem Teller eine Verbindung aus regionaler Verantwortung und globaler Küche, die das Publikum sichtlich begeisterte.

Fotos Essensausgabe
Foto: Stephanie Gündogdu

Und diese Verbindung war mehr als eine kulinarische: Wer sich an einem der Tische niederließ, kam unweigerlich ins Gespräch – mit den Köchinnen und Köchen, mit Nachbarinnen und Nachbarn, mit Menschen, die man vielleicht noch nicht kannte. Essen verbindet – das zeigte sich an diesem Abend auf besonders schöne Weise.

Auch optisch gab es einiges zu entdecken: Eine Ausstellung mit bedruckten T-Shirts machte auf soziale und ökologische Missstände in der Modeindustrie aufmerksam. Jedes Shirt trug kurze, prägnante Botschaften; Preisschilder mit Hintergrundinformationen luden zum Innehalten und Nachdenken ein.

Der Flohmarkt hat gezeigt, was möglich ist, wenn Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und gelebte Nachbarschaft zusammenkommen: ein Abend, der mehr war als Kaufen und Verkaufen – und dem man gerne eine Fortsetzung wünscht.

Ausstellung Fair Fashion
Foto: Stephanie Gündogdu
Bild Fairtrade Verkauf
Foto: Stephanie Gündogdu
Afghanisches Essen
Foto: Stephanie Gündogdu

Alle Infos zur Kampagne Fairtrade Towns und dem Engagement der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel finden Sie hier.