
Wasserrückhalt & Hochwasservorsorge – Praxistour im Rupertiwinkel und Flachgau ein voller Erfolg
Rupertiwinkel, 28.07.2026
Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten am Freitag, den 24. Juli 2026 der Einladung zur grenzüberschreitenden Praxistour im Rahmen des EUREGIO-Projekts „Klimafreundlich im Alltag“ – und erlebten hautnah, wie Gemeinden im Rupertiwinkel und im österreichischen Flachgau mit Herausforderungen wie Hochwasser und dem Klimawandel umgehen.
Ein besonderes Highlight war gleich bei der ersten Station das Pumpwerk an der Salzach in Oberndorf: Über fünf Kubikmeter Wasser pro Sekunde werden hier bei Hochwasser aus dem umliegenden Gebiet über den Deich in die Salzach gepumpt – die Teilnehmenden konnten den Betrieb der Pumpe live miterleben und erhielten damit eine eindrucksvolle Vorstellung der Schutzmaßnahmen der Gemeinde vor Hochwasser.
In Dorfbeuernbegeisterte hingegen der klimafitte Dorfplatz mit versickerungsfähigen Parkplätzen, einem Brunnen, einem Wasserspielplatz, die beide über Zisternen betrieben werden, sowie einer durchdachten Begrünung. Der mit Mitteln von LEADER geförderte Platz stellt ein eindrucksvolles Beispiel dar, wie öffentliche Flächen wassersensibel und gleichzeitig attraktiv gestaltet werden können. Bei der dritten Station in Tittmoningstand anschließend die Bauleitplanung im Ortsteil Kay im Mittelpunkt. Bürgermeister Andreas Bratzdrum machte deutlich, warum Gemeinden bereits bei der Ausweisung neuer Baugebiete verantwortungsbewusst mit den natürlichen Gegebenheiten umgehen müssen und weshalb selbst eine gute und geprüfte Planung manchmal überarbeitet werden muss. Den Abschluss der Exkursion bildete schließlich Fridolfing, wo das große Retentionsbecken zum Schutz der Turnhalle sowie das Pumpwerk am Ortseingang von Fridolfing besichtigt wurden.
Die Exkursion fand beim gemeinsamen Abendessen im Gasthof Gruber in Pietling schließlich einen gemütlichen Ausklang, wo die Eindrücke des Tages in entspannter Runde nachbesprochen und diskutiert wurden.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen des EUREGIO-Projekts „Zukunft fair gestalten – Klimafreundlich im Alltag“ organisiert und durch das Interreg Bayern-Österreich-Programm von der Europäischen Union kofinanziert.
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