
Theater trifft Klassenzimmer: „FRIEDEN – Wie geht das?“ begeistert Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Salzachtal
Wann hört ein Streit auf, nur ein Streit zu sein – und wann wird er zum Krieg? Mit genau dieser Frage beschäftigten sich am Mittwoch, 13. Mai, die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen der Mittelschule Salzachtal. Zu Gast war das Theater Sonni Maier mit der Ein-Frau-Show „FRIEDEN – Wie geht das?“ – ein mitreißendes Theaterstück, das Frieden nicht als fernes politisches Ziel begreift, sondern als etwas, das im Alltag jeden Tag neu ausgehandelt werden muss. Wann hört ein Streit auf, nur ein Streit zu sein – und wann wird er zum Krieg? Mit genau dieser Frage beschäftigten sich am Mittwoch, 13. Mai, die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen der Mittelschule Salzachtal. Zu Gast war das Theater Sonni Maier mit der Ein-Frau-Show „FRIEDEN – Wie geht das?“ – ein mitreißendes Theaterstück, das Frieden nicht als fernes politisches Ziel begreift, sondern als etwas, das im Alltag jeden Tag neu ausgehandelt werden muss.
Organisiert wurde die Vorstellung von der KEPOL-Koordinatorin der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel in Zusammenarbeit mit der Schule und Lehrkraft Sebastian Schade. Auf der Bühne entfaltete Schauspielerin Sonni Maier in rasantem Tempo ein ganzes Kaleidoskop an Figuren, Szenen und Perspektiven: Mal schlüpfte sie in die Rolle der selbstbewussten Schulhof-Queen Hülya, mal in die der zickigen Lulu – zwei Mädchen, deren Konflikt sich Schritt für Schritt hochschaukelt, bis aus einem Alltagsstreit eine handfeste Eskalation wird. Eingebettet in Theaterszenen, Videoclips und umgedichtete Popsongs führte die Vorstellung die Schülerinnen und Schüler von der Schulhofebene auf die große weltpolitische Bühne – und wieder zurück.


Ein besonders nachdenklich stimmender Moment: die Auseinandersetzung mit Kriegspropaganda. Anhand der zehn klassischen Propagandamethoden nach Lord Arthur Ponsonby zeigte das Stück, wie Eskalation nicht nur zwischen zwei Schulhof-Rivalinnen funktioniert, sondern auch in Medien und Politik – und wie leicht Menschen dazu gebracht werden können, Feindbilder zu übernehmen, ohne sie zu hinterfragen. Eine Lektion in Medienkompetenz, verpackt in unterhaltsames Theater.
Besonders lebendig wurde es beim anschließenden Nachgespräch. Ein Schüler brachte die entscheidende Frage auf den Punkt: Wer trägt eigentlich die Schuld – Hülya oder Lulu? Sonni Maier ließ die Antwort bewusst offen und gab die Frage zurück ins Publikum. Was folgte, war eine lebhafte Diskussion, in der die Jugendlichen selbst herausarbeiteten, dass sich Schuld selten klar auf einer Seite verorten lässt – und dass genau darin der Schlüssel zum Frieden liegt: im Zuhören, im Perspektivwechsel, im Mut, auch die eigene Rolle zu hinterfragen.
