
Vom Feld auf den Teller: Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Salzachtal erkunden den Biogemüsehof Hager
Fridolfing, 8. Juli 2026
Als Abschluss ihres Kochbuchprojekts besuchten Schülerinnen und Schüler der 7a der Mittelschule Salzachtal gemeinsam mit den Lehrkräften Bettina Bauer und Sebastian Schade und der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik den Biogemüsehof Markus Hager in Obergeisenfelden.
Seit knapp vier Jahren bewirtschaftet Markus Hager, der gelernter Landmaschinenmechaniker ist, Freiflächen zum Gemüseanbau in Obergeisenfelden. Zu Beginn startete er mit einem Hektar, der allerdings schnell zu klein wurde. „Ich hätte selbst niemals geglaubt, dass das Ganze so gut angenommen wird.“, erzählt der Gemüsebauer. Inzwischen umfasst der Vollerwerbsbetrieb drei Hektar, auf denen neben den Freiflächen noch ein Hühnerstall, ein Gewächshaus sowie eine Gemüsekühlung für das Lagergemüse installiert ist. Dort baut er mehr als dreißig Gemüsesorten an – von Kartoffeln, Karotten und Kohlarten über Zucchini und Zwiebeln bis hin zu ungewöhnlicheren Sorten, wie Ingwer oder Wassermelonen. Der 31-jährige vermarktet die Produkte direkt in der Region, auf den Wochenmärkten sowie an regionale Großküchen, Bioläden und als Gemüsekistenabos zur Abholung
Bei einer ausführlichen Führung durch die Gemüsefelder erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie auf dem Hof ganz bewusst auf chemischen Pflanzenschutz verzichtet wird und stattdessen Nützlinge zum Einsatz kommen. Sie lernten, warum Mischkultur und regelmäßiger Fruchtwechsel den Boden gesund halten, warum manche Pflanzen als Unkraut gelten und was passiert, wenn ein Paprika „Sonnenbrand“ bekommt.
Im Anschluss an die Führung wurde die Klasse in zwei Teams aufgeteilt: Während eine Hälfte auf dem Feld selbst mit vollem Einsatz Kartoffeln erntete, bereitete die andere Gruppe frisches Gemüse zu und stellte einen Dip her. Danach wurde das Gemüse gemeinsam verköstigt, es konnten Fragen gestellt werden und Markus Hager erklärte den Kindern, warum es so wichtig ist, möglichst regional einzukaufen und wieso Bio-Tomaten aus Spanien nicht immer nachhaltig sind.
Der Ausflug war ein begeisterndes Erlebnis für alle Beteiligten und ein würdiger Abschluss eines Projekts, das Kochen, Kultur und Gemeinschaft verbindet. Das Kochbuch, das deutsche und ukrainische Rezepte sowie Kochvideos beinhaltet, entstand im Rahmen der deutsch-ukrainischen Schulpartnerschaft der Mittelschule Salzachtal und zeigt, wie lebendig und praxisnah Schule sein kann. Begleitet wurde das Projekt von Lisa Seehuber, der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik bei der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel, die die Partnerschaft zwischen dem Rupertiwinkel und der ukrainischen Region Horokhiv betreut.
Mehr zur Partnerschaftsarbeit, sowie das fertige Kochbuch finden Sie hier:




